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28.04.2019 | Büro WN/LH | Großenseebach

Volles Haus beim Unternehmerfrühstück mit Finanzminister Albert Füracker

Hoher Besuch bei der Firma Helmholz in Großenseebach

Der „Herr über die bayerischen Finanzen“, Albert Füracker, war prominenter Gast beim Unternehmerfrühstück, das diesmal in der Firma Helmholz in Großenseebach stattfand. Der Saal platzte aus allen Nähten, als MdL Walter Nussel und der Kreisvorsitzender der Mittelstandsunion, Peter Brehm, den Mann aus der Oberpfalz begrüßten.

 



Staatsminister der Finanzen und für Heimat, Albert Füracker MdL

Der frühere Landwirt entpuppte sich als Minister zum Anfassen, der seine ZuhörerInnen mit launigen Worten in die Welt der Finanzpolitik entführte und ansonsten komplizierte Sachverhalte recht anschaulich erläuterte. Füracker, der Finanz- und Heimatminister ist, verteilte erst einmal ein Lob an seinen „starken Freund“ Walter Nussel, „den Schrecken aller Minister“. Der habe sich eine schwere Aufgabe ausgesucht: die Bürokratie abzubauen. Dabei, so Füracker, wäre z. B. das Steuerrecht nicht einmal kompliziert, kompliziert seien die vielen Ausnahmen, die sich als „schwer bekämpfbare Hydra entpuppten.

Derzeit gebe es so viele Steuereinnahmen wie noch nie. „Das liegt nicht an uns, den Politikern, sondern an Ihnen“, so das Minister Lob in Richtung der mittelständischen Unternehmer. Diese Einahmen erlaubten uns, das Land zu gestalten. Jedoch stehe vor dem Geldverteilen das Erwirtschaften. Dem Gestalten stünden manchmal internationale Einflüsse gegenüber, auf die man wenig bis kaum Einfluss habe, wie z. B. beim Brexit.

Wohlstand könne nicht konserviert werden, so Füracker. Aber es sei auch nicht gut, wie bei uns oft festzustellen, nur die Schwierigkeiten anstatt die Chancen zu sehen. Er sprach sich dafür aus, die Infrastruktur zu subventionieren, wozu auch das schnelle Internet im ländlichen Raum (bereits 81 Prozent) gehöre. Auch die Bildung riss er an. Die CSU stehe nicht nur für die intellektuelle Bildung, sondern auch für die handwerklich Ausbildung, wobei heute ein Handwerksmeister sogar studieren könne. „Er ist dann Meister und Master“, so der Minister verschmitzt, der nach seinen Worten „die Mittlere Reife rechtmäßig erworben“ hat.

Das Familiengeld, der Meisterbonus, die Abschaffung des Soli („der hat seine Aufgabe finanziert“), der Klimaschutz („wir sind da vorangekommen“), Grundsteuer, ein Plädoyer für Europa, usw. waren Themen, die auch in der Diskussion dankbar aufgegriffen wurden.Walter Nussel dankte dem Gast und überrreichte ihm zusammen mit Peter Brehm und Lucie Pasenau einen echt fränkischen "Fresskorb". Ein Dank galt dem Hausherren Manfred Helmholz, und auch Konrad Körner kam zu Wort, der sich als CSU-Kandidat für die Europa-Wahl präsentierte.